Pit Schubert, ehemaliger Leiter des DAV-Sicherheitskreises (neu DAVSicherheitsforschung)
hat immer wieder in der Fach- und Alpenclubliteratur auf die
Problematik des Achters als Abseilgerät hingewiesen. In seinem Buch „Sicherheit
und Risiko in Fels und Eis“ erläutert er mehr als ein Dutzend Unfälle mit dem
Abseilachter, welche sich in Deutschland, England, USA und anderen Ländern,
zwischen 1996 und 2002 ereignet haben. Die Ereignisse endeten zwischen “Glück
gehabt“ und Todesfolgen.
Gemessen an den unzähligen erfolgreichen Abseilfahrten, die Jahr für Jahr weltweit
gemacht werden, mag diese Anzahl der Unfälle bedeutungslos erscheinen. Aus der
Sicht des Verunfallten jedoch, sieht der Sachverhalt völlig anders aus. Im Moment
des Absturzes interessiert dieser Seltenheitswert überhaupt nicht. Mal direkt gefragt:
Bei der letzten Abseilfahrt, bei der du zu Tode fällst, würdest du nicht alles dafür
geben, ein anderes Gerät benutzt zu haben?
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Vor einigen Jahren habe ich die klassische Fixpunkt- und die Körpersicherung mit
einem Aufwand von zwei Tagen auf ihre Gefährlichkeit hin untersucht. Weil ich davon
ausging, keinen Sponsor zu finden, suchte und fand ich Helfer aus dem
Freundeskreis.
Wir bohrten einen Stand mitten in einer leicht überhängenden Felswand, damit
Versuche mit hohen Sturzfaktoren gemacht werden konnten. Zwei Sandsäcke
anstelle von “Kletterer“ und “Sicherer“ und ein Aufzugsystem mit integriertem
Mechanismus zum Fallenlassen des einen Sandsackes wurden eingesetzt...
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In den letzten Monaten wurde in mehreren Fachzeitschriften das Sturztraining
zelebriert. Dabei wurde das Springen mit freien Händen in den Vordergrund
gestellt, weil sich Unfälle mit eingeklemmten Fingern und verbrannten Händen
und Arme gehäuft haben sollen.
Als Gegenmassnahme mag das freihändige “ins Seil springen“, auf die
Schnelle betrachtet, einleuchtend sein. Dies birgt aber eine Gefahr! ...
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Zunehmend mehr KletterInnen erkennen, dass sich das Ausrüstungssegment Sicherungsgeräte rasant
entwickelt - und auch verwickelt. Naturgemäß wird zu diesem Thema auch viel "Schmarren" geredet und
geschrieben. Walter Britschgi arbeitet im Kletterzentrum "Gaswerk" bei Zürich, einer der größten
Indoor-Kletteranlagen der Welt und schaut Sichernden
seit mehreren Jahren sehr genau auf die Finger. Dabei hat er elementare Mängel festgestellt. Die Suche nach
einem methodischen Konzept, um diese so wichtige Handarbeit beim Seil-einholen-Seil-ausgeben zu perfektionieren,
hat ihn letztlich zur 3-Bein-Logik geführt. ...
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Fünf Stürze auf den Boden pro Jahr! - so die Unfallstatistik des Kletterzentrums "Gaswerk", die Walter
Britschgi im ersten Teil präsentierte.
Die Analyse zeigte, dass alle Unfälle mit Stürzen bis auf den Boden auf eine falsche Bedienung des
Sicherungsgerätes zurück zu führen sind. Eine weitere Untersuchung zeigte, dass die Hälfte von
180 Probanden, die zufällig ausgewählt
wurden, ihr Sicherungsgerät nicht richtig bediente....
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1. Knoten ins andere Seilende
2. Selbstkontrolle und Partnercheck, Spotten vor dem ersten Haken
3. Standort des Sichernden (nahe und seitlich)
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